WordPress-Blog einrichten – los geht’s! Oder doch nicht?

Carla Maria

Carla Maria ist Gründerin des Blogs "Moin Mollie!" Mit Herzblut und Augenzwinkern, aber auch viel Leidenschaft und Ernst schreibt sie zu allen Themen, die sie in ihrem Alltag beschäftigen. "Wichtig ist, was du draus machst." Über jeden Kommentar zu ihren Beiträgen freut sie sich übrigens sehr - egal wie lang oder kurz er ist :)

Es ist soweit – heute schreibe ich dir, wie das geht: einen WordPress-Blog einrichten. Also, ich zeige dir zumindest, wie ich es gemacht habe. Offen, ehrlich, schonungslos. Und du kannst es dann genauso machen. Oder nicht. Wenn du Fragen hast, dann schreib mir unbedingt in den Kommentaren – das geht nämlich auch ganz und gar anonym… 😉

Blog-Konzept VOR dem technischen WordPress-Blog einrichten

„Einfach mal anfangen…“ Was so wunderbar klingt, hat einige Tücken. Selbst ich, die ich mir grundlegend Gedanken gemacht hatte, bin in diese Falle getappt. Ich habe mir nämlich aus meiner ganzen gesammelten Erfahrung heraus erst einmal das technische WordPress-Gerüst angelegt und dann „ein bisschen reingeschrieben“. Warum? Ich wollte gucken, ob ich dran bleibe.

Was ich viel eher empfehlen würde an dieser Stelle: Schreib dir auf, worüber und warum du genau darüber schreiben möchtest. Und dann erstelle eine Handvoll Artikel und schau dir an, wie du diese gerne strukturieren möchtest. Das beantwortet dir eine Menge Fragen, wie dein Blog nachher aufgebaut sein soll. Und das spart dir jede Menge Zeit.

Hier sind eine Handvoll Fragen und Antworten, die ich mir gestellt habe im ersten Findungsprozess:

Ich habe mich ganz bewusst für lediglich fünf Kategorien entschieden für meine Beiträge. Tags nutze ich auch nur recht wenig momentan, da ich es immer schade finde, wenn man zig Tags auf seinen Beiträgen benutzt und dann klicken die Leser drauf und es sind nur ein, zwei Beiträge dahinter, obwohl man wirklich viel Content produziert hat.

Mein Tipp: Schneide dir kleine Zettelchen zurecht und schreibe alle Themen auf, über die du gern schreiben würdest, ruhig kleinteilig. Dann sortiere es hin und her in Kategorien und fasse sich überschneidende Themen in zusammenfassende Tags zusammen. So hast du bildlich vor Augen, wie dein Blog thematisch aussehen soll.

Das leitet sich aus dem Schritt davor ab. Wenn du den intensiv genug gemacht hast, hast du alles vor Augen.

Inhaltlich ergibt sich das aus der ersten Frage. Aber ich habe dies hier auch genutzt, um darüber nachzudenken, wie viel ich von mir selbst auf dieser Seite schreiben möchte.

Wir beide wissen, dass ein Blog nur „privat“ ist, wenn ihn wirklich niemand außer mir und ein paar Bezugspersonen lesen kann. Sobald man öffentlich im Internet unterwegs ist, muss man sich an an die Gesetze halten, sprich z. B. sein Impressum und die Datenschutzerklärung ordnungsgemäß aufbauen.

Damit einher geht die Angabe von Adress- und Kontaktdaten. Bzgl. der E-Mail-Adresse habe ich einen Hoster gewählt, bei dem auch ein E-Mail-Postfach integriert ist. Als Telefonnummer habe ich eine extra Handynummer für meinen Blog registriert, weil ich schlicht die „private“ und Blog-Kommunikation nicht mischen wollte. Und daher habe ich auch keine Probleme damit, meine E-Mail und Telefonnummer anzugeben.

Mein Tipp: Schreib für jede Kategorie mindestens einen Beitrag, lieber zwei oder drei einfach mal vor. Mit einer Handvoll Kategorien ist das zum Glück überschaubar. Dann merkst du recht schnell, was dir beim Aufbau deiner Artikel wichtig ist. Ich schreibe dazu auch nochmal einen eigenen Beitrag, um meine Tipps und Tricks weiterzugeben.

Das ist eine wahnsinnig wichtige Frage, wenn es darum geht, wie dein Blog-Theme, also dein allgemeines Blog-Aussehen sein soll. Dazu gehe ich weiter unten ins Detail.

Siezen oder duzen ist die erste grundlegende Frage und sicherlich abhängig von deinem Thema. Die nächste Frage ist – mehrere ansprechen mit „ihr“ oder nur eine Person ansprechen mit „du“? Für mich und mein Konzept war das ganz einfach, denn ich schreibe persönliche Beiträge an Mollie.

Das ist hauptsächlich relevant für die Nutzung eines PlugIns später. Aber es ist gut, von Anfang an zu wissen, ob du rein auf deutsch, rein auf englisch, grundsätzlich deutsch und auf englisch lokalisiert oder sogar noch mehr, vielleicht auch einfach andere Sprachen benutzen willst.

Ich hatte ganz früher einen Blog bei wordpress.com und daran war nichts Schlechtes. Aber der Freiraum in einem solchen System ist mir zu gering und DSGVO-konform scheint es mir aus meiner Brille auch nicht zu sein.

Bitte beachte: Das hier ist keine Rechtsberatung und davon habe ich auch nur soviel Ahnung, wie ich mir selbst angelesen habe. Alles was ich schreibe ist meine eigene Erfahrung.

Das ist nicht nur eine wichtige Frage aus Gründen des Datenschutzes, sondern auch für die Ausrichtung.

Ich habe mich z. B. entschieden, dass ich grundlegende Nutzerzahlen wissen will – einfach für mich. Für dich könnte das auch interessant sein, wenn du deinen Blog mal monetarisieren, also damit Geld verdienen willst.

Außerdem wollte ich gerne von Anfang an die Möglichkeit bieten, einen Newsletter zu abonnieren. Vorerst gibt es jedoch kein Kontaktformular, weil man ja – wenn man mir schreiben will – ganz einfach eine E-Mail schicken kann. Und der erste Anlaufpunkt zum Austausch sollten die Kommentare sein.

Und auch bei den Kommentaren kannst du selbst entscheiden, ob deine Leser Daten angeben müssen. Wie du weißt, kannst du bei mir ganz anonym kommentieren. Trotzdem gebe ich alle Kommentare sicherheitshalber manuell frei.

Für mich ein ganz klares nein. Für dich vielleicht nicht. Aber dazu gibt es viel bessere Menschen hier im Internet, die dazu Blogs und Tipps und Tricks auf Lager haben.

Der WordPress-Blog muss ja irgendwohin – wo hosten?

Meine Kriterien für einen Hoster waren ganz einfach:

  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • One-Click-Wordpress-Installation
  • Geführter WordPress-Update-Modus
  • E-Mail-Hosting mit inbegriffen
  • Support-Erreichbarkeit via E-Mail
  • Automatische Komplett-BackUps
  • Angemessener Speicherplatz

Gelandet bin ich damit bei Strato. Dort gab es nicht nur die Option auf monatliche Kündbarkeit zu einem unschlagbar günstigen Preis – da waren auch echte Menschen dahinter. Und ich konnte mir die E-Mail-Postfächer so einteilen, wie ich wollte. Aber es gab auch andere Anbieter, die in den Vergleichen gut abgeschnitten haben. Meine zweite Wahl wäre ionos von 1&1 gewesen, war ich aber zu geizig und das E-Mail-Postfach lies sich nicht so gut aufteilen und der Traffic war mir zu niedrig.

Was ist eigentlich ein Hoster? Ein Hoster stellt Server-Platz für deine WordPress-Installation, E-Mails und den Content zur Verfügung. Er ist also deine technische Basis-Station.

Ich weiß wie es aussehen soll – aber wie soll es aussehen?

Komische Frage, denkst du jetzt sicher. Nun – ich habe meinen Blog zunächst in einem Standard-Theme erstellt. Hiervon liefert WordPress jedes Jahr ein neues, also nahm ich „Twenty Twenty“. Dann packte ich da meine Beiträge rein und sah mir an, wie es aussah. Die folgenden vier Wochen probierte ich aus.

Und das ist der Punkt, den ich im Nachhinein anders machen würde. Ich würde es einfach so lange nicht live ausprobieren, bis es mir wirklich gefällt. Dazu fehlte mir aber die helfende Hand, die ich dir nun geben möchte. Eine Vorlage, was man alles so reinpacken sollte in sein WordPress-System. Also probierte ich einfach viel aus und beantwortete mir selbst mit der Zeit immer mehr Fragen, die das Design meines Blogs bestimmten:

  • Braucht jeder meiner Beiträge ein Vorschaubild?
  • Benötige ich neben meinen Beiträgen eine Seitenleiste, um feste Content-Elemente zu platzieren wie andere Blogs?
  • Wo soll welches Menü hin? Brauche ich Social Icons?
  • Was brauche ich im Footer meiner Seite?
  • Welche Elemente auf anderen Blogs finde ich toll und will ich eigentlich auch wirklich gerne haben?

Und dann ging es auf die Suche – die Suche nach einem Theme, einem Gestaltungsrahmen für meinen Blog, der mir mehr Möglichkeiten bietet, als das Standard-Theme von WordPress es tut. Dabei war es im Endeffekt übrigens ganz hilfreich, dass ich mein WordPress installiert und eingerichtet hatte – denn ich konnte mir Vorschauen der gefundenen Themes installieren und dann eine Live-Vorschau mit meinem eigenen Content ansehen. Das hat es für mich alles ein bisschen greifbarer gemacht, wie es werden soll am Ende.

Mein Tipp: Wenn du dich technisch noch nicht ranwagen willst, sondern ganz klassisch konzeptionell arbeiten, dann mal dir auf, wie es aussehen soll. Mach ein sogenanntes Scribble und mal einfach Kästen, beschrifte was wohin soll. Mit Klebezetteln kannst du einzelne Elemente auch super easy hin und her schieben, wie bei den Kategorien am Anfang.

Das passende Theme für den WordPress-Blog

Die Suche nach einen passenden Theme hat mich mehr als zwei Wochen gekostet. Meine Herausforderung: ich arbeite kaum mit Bildern. Insofern jeder deiner Beiträge ein Bild haben soll, bist du fein raus. Die Auswahl ist an Magazin-Themes mit vielen Bildern ist riesig! Und du kommst in der Regel auch billiger davon als ich mit meinen 100 Euro am Ende.

ABER ich habe dieses Theme gefunden, was speziell für Autoren gemacht ist, die nicht viel mit Bildern arbeiten wollen oder können. Gekauft, installiert und eingerichtet. Wenn du ein Theme kaufst, profitierst du in der Regel von Support, Updates und vor allem einer guten Dokumentation zur Einrichtung.

Hier ein paar Tipps zur Theme-Anbieter-Auswahl:

  • Statt einem Jahresabo gibt es auch einen Lifetime-Purchase
  • Lifetime Support UND Lifetime Updates sind dabei enthalten
  • 30 Tage Rückgaberecht, falls es für dich doch nicht passt
  • Der Anbieter hat gute Bewertungen, die realistisch klingen
  • Du kannst die Theme-Dokumentation schon vor Kauf sehen
  • Top ist außerdem, wenn du ein gutes Bauchgefühl dabei hast

Es ist übrigens nicht unüblich, dass du für deinen Theme-Kauf bei einem ausländischen Anbieter eine Kreditkarte brauchst. Nicht, dass das mich noch eine weitere Woche Wartezeit gekostet hätte, aber es kann schon sein… also naja, kann doch jedem mal passieren. 😉

Kann ich den WordPress-Blog jetzt einrichten oder was?

Du hast dir Gedanken zum Konzept gemacht, hast einen Hoster gefunden und weißt, wie alles aussehen soll. Jetzt könntest du auf den Knopf hauen und deinen Hoster WordPress installieren lassen. ODER du checkst, ob du das hier schon gemacht hast:

  • Eine Telefonnummer für den Blog eingerichtet
  • Ein Newsletter-Tool eingerichtet für den Blog
  • Eine Entscheidung getroffen, wo du dein Impressum und deinen Datenschutz herkriegst – meiner ist von Dr. Thomas Schwenke

Okay, jetzt können wir loslegen. Aber erst im nächsten Beitrag… Dann zeige ich dir PlugIn für PlugIn was ich und warum ich es installiert habe bzw. welche Alternative ich gut finde.

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