WordPress-Blog einrichten – der ganze technische Kram.

Carla Maria

Carla Maria ist Gründerin des Blogs "Moin Mollie!" Mit Herzblut und Augenzwinkern, aber auch viel Leidenschaft und Ernst schreibt sie zu allen Themen, die sie in ihrem Alltag beschäftigen. "Wichtig ist, was du draus machst." Über jeden Kommentar zu ihren Beiträgen freut sie sich übrigens sehr - egal wie lang oder kurz er ist :)

Letztes Mal haben wir über die gedanklichen Grundlagen des Blogs gesprochen, heute wollen wir den ganzen technischen Kram des WordPress-Blog einrichten. Bist du bereit?

Wichtiger Hinweis: Die Einteilung der PlugIns in die Kategorien habe ich nach meinem persönlichen Befinden und meiner Einschätzung vorgenommen. Du hast vielleicht andere Prioritäten oder nutzt etwas gar nicht, was mir wichtig ist. Bei Fragen schreib mir in die Kommentare – geht auch anonym… 😉

WordPress-Blog einrichten: unverzichtbare PlugIns

Für mich unverzichtbare PlugIns sind solche, die mir die Arbeit erleichtern, um meinen Blog sicher, schnell oder optimiert zu gestalten. Und eine klitzekleine Content-Geschichte:

Wenn du mal einen Beitrag löschst und dann einen Link hast, der bei Google ist, aber nicht mehr gefunden wird, dann landen die Besucher auf deiner 404-Seite. Ich habe dieses PlugIn installiert, weil ich so die komplette Seite selbst gestalten kann.

Häng einfach mal irgendwas komisches an meinen Link oben im Browser an und du landest da. Ist nicht spannend, aber vielleicht willst du sehen, was ich da so reingeschrieben habe…

Ich hatte dir im letzten Beitrag schon geschrieben, dass ich gerne grundlegend messen möchte – nur für mich – wie viele Besucher auf meiner Website so landen. Daher habe ich mich für den Einsatz von Google Analytics entschieden, ein Opt-In für Besucher geschaffen und nun stand ich vor der Herausforderung, den Analytics-Code einzubinden – und zwar so, dass auch die IP-Adressen anonymisiert werden und alles gut ist.

Mein DSGVO-PlugIn, das ich zwei Stationen tiefer vorstelle, hat eine kleine Auswahl an PlugIns vorgeschlagen, die die Integration vornehmen. Und da habe ich mich für Analytify entschieden. Es ist einfach und intuitiv zu handhaben.

Vorher musst du natürlich Google Analytics selbst einrichten. Das ist ganz einfach und dazu gibt es ganz viele Infos im Netz, daher gehe ich hier nicht nochmal speziell drauf ein.

Als ich meinen Blog erstmalig eingerichtet habe, habe ich mich viel darüber informiert, was DSGVO-konform ist und was nicht. Irgendwo bin ich drüber gestolpert, dass dieses PlugIn besser ist als das was WordPress sonst so mitbringt. Es sorgt dafür, dass Spam automatisch klassifiziert wird, aber sendet wohl keine Daten. Daher nutze ich Antispam Bee.

Hinweis: Das ist nur, was ich irgendwo gelesen habe. Keine rechtliche Auskunft. Bin ja kein Anwalt… 😉

Dieses PlugIn ist ein Zauberkasten! Einer, für den ich gerne knapp 25 Euro in die Pro-Version investiert habe!

Auch ohne Pro kann es schon eine Menge – der Cookie-Banner ist drin genauso wie das Opt-In für Google Analytics – wenn du eins der vorgegebenen PlugIns benutzt – und ebenso kannst du ganz einfach Datenschutztexte einfügen.

Die Pro-Version war für mich vor allem interessant, weil sie auch ein Opt-In für die Einbindung von YouTube-Videos ermöglicht. Mehr als das binde ich von extern aktuell nicht ein.

Bilder können sehr groß sein. Daher empfiehlt es sich nicht nur, sie vorab auf die richtige Größe zuzuschneiden, sondern auch noch die Dateigröße selbst am Ende mit einem Tool zu optimieren. Da gibt es online z. B. TinyPNG bzw. TinyJPEG. Da ich aber wenig Bilder verwende, habe ich mich für dieses PlugIn entschieden, 100 Credits im Monat sind gratis und reichen mir, da ich drei Bildgrößen jeweils automatisch croppe mit einem Bild. Außerdem harmoniert das PlugIn mit einem anderen, das ich gut finde: Enable Media Replace.

Das Cache-PlugIn soll quasi den Inhalt deiner Seite zwischenspeichern, um die Ladezeiten zu minimieren, was wiederum Google gefällt. Ich hatte hier erst ein anderes PlugIn und damit nur Probleme. Dieses wurde in der Dokumentation meines Themes empfohlen mit dem Hinweis, nur den Page-Cache zu aktivieren. Das würde a) am meisten bringen und b) super funktionieren. Bisher bin ich zufrieden.

Update 01.10.2020: Ich bin heute auf ein anderes Cache-PlugIn gewechselt, da ich es auch auf der Arbeit nutze und daher eher damit vertraut bin: WP Fastest Cache. Grundsätzlich würde ich sagen – einfach ausprobieren, was für dich am Besten funktioniert.

Dieses Tool lässt dich für all deine Beiträge den SEO-Titel und die SEO-Description, also die Angaben für Google, bestimmen. Außerdem kannst du vorab einstellen, wie die allgemein auszusehen haben. Meine Seiten haben z. B. am Ende immer automatisch „| Moin Mollie!“.

Aber nicht nur das: das Tool zeigt dir auch im Beitrags-Editor in seinem eigenen Element an, wie SEO-optimiert dein Beitrag ist und wie die Lesefreundlichkeit aussieht. Dann gibt es dir Tipps, was du machen kannst, damit die Ampel grün wird.

Ein weiterer wichtiger Faktor für mich war, dass das Tool die Google Sitemap einrichtet und dir den Link zur Verfügung stellt – alles weiterhin gratis – sodass du diese dann in deiner Google Search Console einbinden kannst. (Eine Anleitung dazu schreibe ich nicht, die findest du zu Hauf im Netz.)

Wofür ist die Google Sitemap? Sie liefert Google aktuelle Informationen, welche Seiten du hast. Und erleichtert dir so die Einlistung in die organischen Google-Suchergebnisse.

WordPress-Blog einrichten: PlugIns mit Funktion

Funktionen sind PlugIns, die hauptsächlich Einfluss auf das Aussehen meiner Blogbeiträge nehmen.

Dieses PlugIn nutze ich, um verwandte Beiträge unter meinen Posts anzuzeigen, da mein Theme das nicht mitrbingt.

Diese Erweiterung des eben genannten PlugIns sorgt dafür, dass ich näher definieren kann, worauf die verwandten Beiträge basieren. Das PlugIn hat eine gute Dokumentation, die dir bei der Einrichtung hilft, sodass es für dich funktioniert.

Ich finde es immer gut, wenn ich meinen Lesefortschritt an einem Artikel sehen kann – und genau macht das. Es sorgt dafür, dass der Balken oben ausgegeben wird.

Wenn du am Desktop meinen Blog besuchst, siehst du rechts noch eine Minuten-Angabe, die bringt mein Theme mit. Unten habe ich dafür aber noch eine Alternative für dich.

Social Share Buttons der sozialen Netzwerke selbst sammeln jede Menge Daten. Das wollte ich nicht und habe daher nach einer Alternative gesucht. Und hierin gefunden.

Das ist neben Yoast SEO eines der umfangreichsten PlugIns, die ich im Einsatz habe. Dieses PlugIn bringt verschiedene vorgestylte Elemente mit, die ich in meinen Beiträgen einsetze. So z. B. dieses Akkordeon-Element hier. Oder die Boxen, die oben und unten in meinem Beitrag sind.

Was in diesem PlugIn auch enthalten ist, ist eine Lösung für eine „Click to Tweet“-Einbindung, also ein Twitter-Share, wo man schon im Beitrag wie bei einem Zitat sieht, was man dann teilen kann. Und dann wird man auf Twitter geleitet und wenn man eingeloggt ist, öffnet sich das Fenster, in dem man den Tweet dann für sich personalisieren und absenden kann. Es sendet aber keinen Tweet automatisch am Ende.

Dafür konnte ich bisher keine gute Einzellösung finden bzw. testen, daher war ich froh, es hier enthalten zu haben.

Es gibt viele PlugIns, die auch gestaltete Blöcke für den Gutenberg Editor von WordPress anbieten. Hier kommt es ganz auf dich an und vor allem darauf, wie du deine Beiträge gestalten willst, welches du dann am Ende des Tages nutzt.

Du hast vielleicht schon gesehen, dass ich Interviews führe oder auch mal Gastautoren auf meinem Blog habe. Diesen Personen möchte ich gerne vorab zeigen, wie ihr Beitrag aussehen wird, ehe er online geht. Denn vielleicht möchten sie noch etwas geändert haben. Da WordPress das nicht von Hause aus, also mit Bordmitteln mitbringt, nutze ich dieses PlugIn.

WordPress-Blog einrichten: nice-to-have PlugIns

Diese PlugIns erleichtern mir entweder das Leben oder sind für etwas vorgesehen, was ich aktuell noch nicht (stark) nutze.

Vielleicht willst du zu bestimmten Beiträgen Kurzlinks einrichten und dann auf den eigentlichen Beitrag weiterleiten? Weil der Kurzlink vielleicht schöner ist in deinem Newsletter oder Social-Media-Beitrag? Dann ist dieses PlugIn perfekt für dich. Es ist wirklich intuitiv und einfach zu bedienen. Außerdem kannst du direkt im PlugIn sehen, ob die Links genutzt werden.

Das ist wirklich nur nice to have. Es zeigt dir eine Kurz-Info auf dem Dashboard an, wie deine Zahlen sind. Aber ist bei mir eigentlich nur ein Mitläufer, ehrlich gesagt.

Dieses PlugIn finde ich super praktisch! Wenn du ein Bild eins zu eins ersetzen, aber nicht überall neu verknüpfen willst, dann ist das hier genau das richtige PlugIn für dich.

Da ich meine Seite schon live hatte und große Änderungen machen musste – einmal während des Wechsels des Cache- und DSGVO-PlugIns und einmal während der Einrichtung des Themes – habe ich dieses PlugIn zu schätzen gelernt.

Es sorgt dafür, dass eine Baustellenseite angezeigt wird. Aber in hübsch und du kannst die Inhalte bestimmen.

Super praktisch! Habe ich für diese Reihe verwendet. Wenn du einen Beitrag genauso aufbauen willst wie einen, den du schonmal geschrieben hast, dann kannst du den jetzt einfach duplizieren und die Kopie dann bearbeiten.

Theme einrichten: spezielle Theme-PlugIns

Die Dokumentation deines Themes wird PlugIns mitbringen und empfehlen, wie auch mein Cache-PlugIn oben.

Damit konnte ich mein Theme am Ende individualisieren. Ist aber nur ein spezielles PlugIn für mein Noto Theme.

Das ist ein PlugIn meines Theme-Herstellers, der so meine Lizenz up to date hält und mein Theme selbst auch.

Dieses PlugIn könnte auch in den Funktionen stehen. Es erlaubte mir im ersten Schritt einmal, im Frontend anderssprachige Stellen meines Themes zu übersetzen wie die Suche.

Aber es kann noch mehr: in der Free-Version ist eine zweite Sprache enthalten. Mein Plan, den Blog auch auf englisch anzubieten, ist also in greifbarer Nähe. Dafür brauche ich nur noch Zeit, alles vorhandene zu übersetzen… 😉

PlugIn-Alternativen für bei mir schon vorhandene Funktionen

Ich erkläre dir kurz, wo diese Funktionen bei mir schon drin sind und warum ich es wichtig finde, die zu haben, also die Alternativen zu verwenden, du du das PlugIn oben nicht nutzt.

Das ist das einzige PlugIn in dieser Liste, das ich NICHT selbst getestet habe. Zum einen habe ich anfangs keine Google Font benutzt und zum anderen enthält das von mir genutzte DSGVO all in one Plugin diese Funktion bereits: das korrekte Einbinden der Google Fonts. Bei Fonto gibt es wohl zwei Varianten: entweder man für einen Embed Code ein oder aber man lädt das Schriftpaket selbst hoch.

Wenn du für dieses PlugIn eine Alternative kennst, lass den Tipp doch gerne in den Kommentaren da. 😉

Das Lazy Loading, also das Nachladen von Bildern und Videos, das kann WordPress 5.5 jetzt schon von Hause aus. ABER falls du das DSGVO aio PlugIn nicht verwendest, hilft es dir, für deine YouTube-Einbindungen automatisch ein Vorschaubild anzuzeigen anstatt des Players mit den Steuerelementen.

Übrigens – ich binde YouTube aktuell nicht über das WordPress-Einbetten-PlugIn ein, sondern über die Einbette-Funktion von YouTube. 1. weil das Styling sonst nicht passt, aber 2. und vor allem, weil ich so den erweiterten Datenschutz-Modus aktivieren kann. Das finde ich eine sehr schöne Lösung von YouTube!

Das Sammeln von IP-Adressen ist nicht erlaubt. Bei mir verkürzt Yoast SEO die IP-Adressen automatisch, aber wenn du das nicht nutzt, dann kann das dieses kleine PlugIn für dich erledigen. IP-Adressen zu sammeln ist nämlich keine Option. Deswegen nutze ich auch nicht WordPress online… 😉

Erinnerst du dich an die Minuten Lesezeit, die am Desktop rechts ausgegeben wird? Wenn dein Theme das nicht mitbringt, dann kann das dieses kleine PlugIn vor deinem Text als Info einfügen und so ist auch dein Leser über die Lesezeit informiert.

Vorteil hier: du kannst sogar bestimmen, wie die Lesezeit berechnet wird. Das kann ich bei mir nicht.

Das waren sie – alle meine PlugIns. Hast du noch Tipps für oder Fragen zu PlugIns? Schreib es in die Kommentare!

Im nächsten Beitrag nehme ich dich mit in meine Tipps zur Content-Erstellung, vorher erzähle ich aber noch etwas zu Grundeinstellungen von WordPress, die für dich vielleicht hilfreich sein könnten. Bereit?

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