Was macht man eigentlich als Content Managerin, Carla?

Was macht man eigentlich als Content Managerin
Carla Maria

Carla Maria ist Gründerin des Blogs "Moin Mollie!" Mit Herzblut und Augenzwinkern, aber auch viel Leidenschaft und Ernst schreibt sie zu allen Themen, die sie in ihrem Alltag beschäftigen. "Wichtig ist, was du draus machst." Über jeden Kommentar zu ihren Beiträgen freut sie sich übrigens sehr - egal wie lang oder kurz er ist :)

Eigentlich müsste der Titel lauten „Was macht man eigentlich WIRKLICH als Content Managerin, Carla?“ Warum das so ist und was es mit dieser neuen Beitrags- bzw. Interview-Reihe auf sich hat, dazu möchte ich kurz ausholen. Und danach stelle ich mich direkt den Fragen und sage dir, was ICH eigentlich so den ganzen Tag als Content Managerin im KMU mache 😉

Ich bin in meiner Ausbildung nicht den direkten Weg gegangen. Als mich vor einer Weile ein Bekannter bat, ob ich seiner Freundin Informationen zum Bereich Marketing geben kann, weil diese als Quereinsteigerin Fuß fassen wolle, hat mich das getroffen. Wenn man nicht unbedingt jemanden kennt, dann weiß man (auch im Erwachsenen-Alter) oftmals nicht, was es eigentlich tatsächlich heißt, in einem bestimmten Bereich zu arbeiten. Und das obwohl man großes Interesse dafür hat! Warum ist das so? Weil Einblicke in den realistischen Arbeitsalltag spärlich gesät sind. Deswegen starte ich heute diese Reihe – „Was macht man eigentlich als…?“. Wenn DU deinen Arbeitsalltag vorstellen möchtest, dann melde dich bei mir!

Was, für wen und warum

Wie müsste deine Job-Bezeichnung eigentlich lauten?

Content Creator, Manager und Life-long Learner

Beschreibe dein Arbeits-Ich in drei Hashtags!

#neugierig #lernbereit #zielstrebig

Für wen arbeitest du?

Ich arbeite seit August 2020 für ein mittelständisches B2B-Unternehmen im Bereich der industriellen Automatisierung in der Region Hannover. Wir beschäftigen uns mit den Themenbereichen Bildverarbeitung / Machine Vision, industrielle Identifikation und mobile Datenerfassung. Es sind sehr technische Themen, aber auch sehr spannende.

Welche Qualifikationen haben dich dort hingebracht?

Hauptsächlich waren für diese Position meine Rundum-Ausbildung im Marketing und mein großes Interesse an Inhalten ausschlaggebend. Seitdem ich den Weg des Marketing eingeschlagen habe, war ich schon immer im im technischen Bereich unterwegs. Es ist einfach super spannend, technische Inhalte greifbar zu machen und potentielle Kunden damit zu begeistern. Außerdem habe ich sowohl privat als auch beruflich Erfahrung als Bloggerin gesammelt und mit Redaktionssystemen wie WordPress, die mir hier zugute kamen. Wichtig war aber auch, dass ich gewillt bin, mich weiterzuentwickeln und Neues auszuprobieren / zu lernen.

Wie bist du in die Strukturen eingebunden?

Als Content Managerin bin ich direkt der Geschäftsführung unterstellt. Da ich die einzige Person im Marketing bin, fallen in meinen Aufgabenbereich zusätzliche Themen, die man als Content Managerin in einem Marketing-Team wahrscheinlich eher nicht hätte.

Was sind deine Aufgaben?

Als Content Managerin sind meine Aufgaben vornehmlich die Betreuung von Websites, Social Media und Google Ads. Außerdem alles weitere, was mit Inhalten zu tun hat – sei es die Firmenpräsentation oder die Pressearbeit. Dazu auch die komplette Content Creation – von Bildern über Texte bis hin zu Videos. Für größere Themen wie 3D-Renderings steht mir eine Agentur zur Seite – man kann nicht alles selbst machen.

Da ich bei uns neben der Geschäftsführung allein im Marketing arbeite, fallen auch weitere Themen in meinen Aufgabenbereich. Beispielhaft genannt seien hier die Erstellung und Bestellung von Printprodukten wie z. B. Visitenkarten, Postkarten, Banner oder Aufkleber, aber auch Ausstattung wie Arbeitskleidung oder Paketband. Hier sind die Produzenten aber auch immer eine große Hilfe – sei es mit Vorlagen oder Hinweisen zur Ausgestaltung und Umsetzung.

Warum hast du dich für diesen Job entschieden?

Ich finde es spannend, Marketing dort anzusetzen, wo man damit auch was erreichen kann. Wo ich mit meinem Wissen ein Unternehmen wirklich voranbringen und etwas bewegen kann.

Und Marketing selbst – weil man mit vielen Bereichen im Unternehmen zu tun hat, den meisten würde ich sogar sagen. Dadurch ist immer was los und man kann jede Menge machen. Vor allem ist es ein sehr proaktiver Bereich und einer, der einem direkt Feedback gibt.

Das macht man wirklich als Content Managerin

Wie sieht ein normaler Arbeitsalltag bei dir aus?

Mein Büro-Alltag startet um 8 Uhr morgens freiwillig im Büro, es bestünde aber auch die Option für Home-Office – was im Marketing gerade heute auch üblich ist. Ich logge mich in alle wichtigen Instanzen ein (Teams, Website-Chat, Mails) und checke meinen Arbeitsvorrat bzw. -plan für den Tag.

Und dann geht’s los! Im Content Management bedeutet das Inhalte zu produzieren – vorrangig Texte, aber auch Bilder und Videos inklusive Bearbeitung. Die Inhalte müssen dann eingebunden und veröffentlicht werden (auf der Website, über den Newsletter und im Social Media). Dem zugrunde liegt eine Content-Planung, die auch regelmäßig angepasst und erweitert werden muss. Wichtig: planen ja, aber nicht überorganisieren!

Zusätzlich finden regelmäßige Meetings statt – einmal das Marketing-Meeting alle zwei Wochen und das Vertriebs-Meeting jede Woche. Dafür müssen alle wichtigen Infos zusammengestellt werden – was wurde für den Vertrieb bereitgestellt? Welche Themen müssen besprochen oder geplant werden? Sind Budget- oder Content-Freigaben notwendig? Brauchen die anderen was?

Immer mal wieder ist auch die Recherche notwendig – was macht der Mitbewerber? Was machen Partner? Was machen andere? Was liegt im Trend? Und was davon können wir für uns nutzen / ist für uns wichtig?

Um 17 Uhr ist Feierabend. Die Mittagspause findet nicht immer statt, aber dafür der pünktliche Feierabend. Ich bin halt aber auch der Typ, dass ich Angefangenes gerne direkt beende, also ich schau da nicht auf die Minute – und meine Mitfahrgelegenheit braucht auch ein paar Minuten zu mir 😉

Wie sieht ein ungewöhnlicher Arbeitstag bei dir aus?

An einem eher ungewöhnlichen Arbeitstag kommen Aufgaben mit rein wie das Gestalten von Printprodukten oder Recherche und Kontakt mit den Anbietern. Oder man ist mal draußen unterwegs beim Partner oder Kunden – zu Besprechungen, aber auch zur Produktion von Content. Das ist nicht tagtäglich los, aber auch nicht so „ungewöhnlich“ 😀

Wie schaut’s aus mit der Work-Life-Balance?

Aktuell sehr gut. Dafür sind natürlich gewisse Voraussetzungen notwendig. Im Bereich Social Media nutze ich Planungstools, die Beiträge automatisch posten – so kann ich auch ganz in Ruhe Urlaub nehmen. Wir haben feste Arbeitszeiten, dadurch sind alle immer gleich (nicht) erreichbar. Außerdem wird auf gute Arbeit gesetzt und „wir sind alle nur Menschen“ gelebt.

In anderen, vor allem größeren Unternehmen, im B2C-Bereich oder bei kleineren Dienstleistern im Bereich Marketing, kann man da deutlich mehr gefordert sein, auch außerhalb seiner regulären Arbeitszeiten aktiv zu sein. Ich lese E-Mails, reagiere in wichtigen Fällen und bin selbst auf Social Media aktiv. LinkedIn beispielsweise ist ja auch so halb-beruflich. Außerdem produziert mein Kopf ganz automatisiert in der Freizeit auch Ideen für die Arbeit. Das kann und will ich nicht verhindern.

Also wie bei allen Jobs gilt da – man muss halt schon auch engagiert sein und Interesse an dem haben, was man da tut. Dann passt das auch, dass man in der Freizeit an die Arbeit denkt 😉

Was macht dir besonders viel Spaß in deinem Job?

Definitiv die Vielfalt und Abwechslung.

In den Job als Content Managerin einsteigen

Ich bin Quereinsteiger/in. Kann ich deinen Job auch?

Ja, definitiv. Für Content Management sind drei Skills wichtig: kreieren, managen, lernen. Gerade für den Bereich Marketing gibt es viele Ressourcen, wo man alles Wichtige lernen kann, wie man es braucht.

Welche Tipps hast du für (Quer-) Einsteiger/innen?

Es kommt darauf an, welche Erfahrungen schon vorliegen. Grundsätzlich gibt es zwei Wege ins Content Management – einer ist über die passende Marketing-Ausbildung, der andere über das passende Fachwissen zum Produkt und Interesse an Marketing. Das jeweils andere kann man sich aneignen.

Für den Einstieg in den Bereich Content Marketing empfehle ich nicht nur, sich online Marketing-Kurse anzusehen. Sondern vor allem es selbst auszuprobieren! Sei es mit dem eigenen Blog, einer Website für ein kleines Business, einem Instagram-Account für den Hund oder oder.

Vernetze dich auch mit anderen – zum Beispiel online über Netzwerke wie LinkedIn, aber auch live vor Ort oder online auf Stammtischen und Events. Über (teilweise kostenfreie) Webinare lassen sich viele Gleichgesinnte finden – sowohl Neulinge als auch Erfahrene in diesem Bereich.

Und – jede/r hat mal angefangen! Setze dir Ziele und Vorbilder, aber sei dir auch bewusst, dass du deinen Weg dorthin erstmal gehen musst. Du wirst nicht von heute auf morgen einen neuen Skill können, aber du kannst ihn lernen. Und gerade im Marketing stehen da viele Ressourcen zur Verfügung.

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