„Morning Glory“ vs. „Late Night“ – welcher Film motiviert mehr?

Carla Maria

Carla Maria ist Gründerin des Blogs "Moin Mollie!" Mit Herzblut und Augenzwinkern, aber auch viel Leidenschaft und Ernst schreibt sie zu allen Themen, die sie in ihrem Alltag beschäftigen. "Wichtig ist, was du draus machst." Über jeden Kommentar zu ihren Beiträgen freut sie sich übrigens sehr - egal wie lang oder kurz er ist :)

Vor einigen Jahren stolperte ich über einen Film, der etwas in mir auslöste. Nicht weil er auf einer Geschichte aus dem echten Leben beruhte, sondern weil er mich auf unglaubliche Weite motivierte, meinen Weg genauso zu gehen, wie ich ihn gegangen bin. Das war „Morning Glory“. Und wenn du meinen Mann fragst, dann haben wir den zwölfmal zu oft gesehen. Wie gut, dass da jetzt „Late Night“ um die Ecke kam. Oder etwa doch nicht?

Rezension zum Film „Morning Glory“

Diese Schauspieler haben die Hauptrollen:

  • Becky wird gespielt von Rachel McAdams
  • Mike wird gespielt von Harrison Ford
  • Colleen wird gespielt von Diane Keaton

Darum geht es bei „Morning Glory“:

Becky wird uns im Intro als Arbeitstier in einer Morning Show vorgestellt, verliert dann aber auch direkt ihren Job. Warum? Weil der Sender einen Mann aufbauen will und der soll jetzt mal Produzent sein. Wir wissen also direkt mal von Anfang an – hier geht es darum, als Frau Stärke zu zeigen und seine eigenen Ziele zu erreichen.

Nach etwas hin und her stellt sich heraus, dass man Becky für nicht sonderlich kompetent hält (was ich bei ihrer Vorgeschichte nicht verstehen kann) und sie nimmt nachher einen Job an, der zwar vom Titel her höher ist als ihr bisheriger, aber zum halben Gehalt. Zum halben Gehalt, Leute! Also ehrlich mal. Echt jetzt?

Nichtsdestotrotz mietet sie sich fröhlich ein Apartment in New York und startet hoch motiviert in ihren neuen Job bei der Morning Show „Daybreak“. Natürlich krempelt sie nach dem typischen Hänger in der Mitte des Films den Laden ordentlich um – ich sage nur Türgriffe! Und Schwung in die Bude bringt sie gleich auch noch – ich sage nur Ernies Live-Cam. Aber das sind nur Nebengeschichten…

Hauptsächlich ist da der alte Mike, früher mal der hoch dotierteste News-Reporter des Senders. Er will eigentlich nur seine Ruhe und vor allem Recht haben, aber da hat er die Nachrichten ohne Becky gemacht! Aus und vorbei mit dem Jagen, rein in die Morning-Show mit Colleen (die schon immer da ist und wirklich, wirklich nicht auf Leute wie Becky oder Mike gewartet hat… oder doch?).

Das ist meine Meinung zum Film:

Der Film war von der ersten Szene an absolut meins. Ich kann und konnte mich schon immer gut mit den Geschichten von starken, unabhängigen Frauen identifizieren. Filme zum Fremdschämen sind wirklich die schlimmsten für mich, auch wenn der ein oder andere gute Film die ein oder andere schlechte Szene… nun ja.

Jahrelang jedenfalls rangierte „Morning Glory“ auf der ersten Position eines Filmes, den ich guckte, wenn etwas nicht so gut lief in meinem Leben, wenn ich gute Laune haben wollte, mich einfach entspannen wollte mit einem Film oder einfach nur so.

Aber dann kam Netflix und brachte uns „Late Night“…

Rezension zum Netflix-Film „Late Night“

Diese Schauspieler haben die Hauptrollen:

  • Molly wird gespielt von Mindy Kaling
  • Katherine wird gespielt von Emma Thompson

Darum geht es bei „Late Night“:

Katherine ist Late Night-Moderatorin, aber in ihrem Team sind nur Männer. Das muss sofort gelöst werden! Also nicht, weil Katherine das jetzt wichtig wäre, sondern, naja, den anderen. Zufällig bewirbt sich Molly an diesem Tag, die Stand Up bisher nur über das Mikro im Chemie-Werk gemacht hat und keine Texterin ist. Aber sie ist eine Frau – und schwupps ist sie eingestellt. Ihre Freude ist riesig, meine Freude an dieser Stelle etwas verhalten. Driftet der Film jetzt ab?

Oh nein, das tut er ganz und gar nicht. Molly und ihr Weg, die kleinen Kniffe beider Seiten, die Entwicklung von Selbstbewusstsein und Persönlichkeit, das Einstehen zu seinen Überzeugungen – dieser Film hat wirklich alles, was es braucht, um junge Frauen zu motivieren, über den Beckenrand zu springen und ihre Träume zu verfolgen. Und ja, die echte Welt ist hart und im Film sieht immer alles so leicht aus. Aber der Kern ist doch, man muss an was glauben, damit es klappt.

Also natürlich kann ich dir jetzt nicht sagen, ob es bei Molly klappt. Katherine ist nämlich echt anstrengend, echt überheblich und echt weit von der Realität ihrer Mitarbeiterin und Mitarbeiter entfernt. Aber der Film wird dich auf keinen Fall enttäuschen.

Das ist meine Meinung zum Film:

Es gab bisher keinen Film, auch wenn ich sehr viele Filme dazwischen sehr mochte, der an mein Wiederholungsverhalten von „Morning Glory“ herankam. Da war z. B. „Hidden Figures – Unerkannte Heldinnen“, der auf einer wahren Geschichte beruhte, den ich auch sehr empfehlen kann, der mich sehr berührt hat und den ich gerne nochmal gucken würde. Aber „Late Night“ war der erste, wo ich spontan sagte: der könnte tatsächlich „Morning Glory“ für mich den Rang hinsichtlich Motivation ablaufen.

Während andere gerne reisen, um einen frischen Kopf und einen Reset ihrer Leistungsfähigkeit zu erreichen, sind das für mich Filme. „Hidden Figures – Unerkannte Heldinnen“ berührt mich inhaltlich, eröffnet mir ein neues Themenspektrum und eine neue Gedankenwelt. Aber den Lichtschalter an knipsen bei mir „Morning Glory“ und „Late Night“. Aber welcher motiviert mich nun besser?

Ich habe keinen Favoriten. „Morning Glory“ ist schnell und beschwingt, mit sehr viel Witz. „Late Night“ dagegen ist erwachsener in seinen Themen und spricht mehr die heutige Sprache. Kein Wunder, liegen ja auch zehn Jahre zwischen den beiden Filmen. Was mich im Vergleich zu „Morning Glory“ direkt bei „Late Night“ angesprochen hat, ist der Fokus auf den Hauptcharakter, nicht so viel drum herum. Geschehnisse sind hier angedeutet, aber nicht bis ins „hier noch ein Witz rein“-Detail dargestellt. Das ist ganz charmant.

Welcher Film läuft bei dir immer mal wieder?

Natürlich gibt es zahlreiche Filme, die mich in anderen Bereichen sehr berührt haben. Aber dieser eine Film, „Morning Glory“, den, würde ich sagen, habe ich wirklich am meisten gesehen. Ich bin sonst nämlich gar nicht so der „Wiederholungs-Gucker“.

Welcher Film ist dein absoluter Renner und warum? Lass es mich in den Kommentaren wissen! Ich bin gespannt, ob da etwas dabei ist, das ich ggf. schon kenne und mich auf andere Weise anspricht oder aber (und das ist wahrscheinlicher) etwas Neues für mich dabei ist. Damit mein Mann auch mal was anderes mit mir sehen kann… 😉

Danke fürs lesen. Hier kannst du den Beitrag teilen:
CategoriesRezensionen
Schlagwörter

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Nur Kommentar nötig, aber Datenschutz akzeptieren!

5

Minuten
Lesezeit

Gib oben ein, was du suchst und drücke "Enter" zum Suchen. Drücke "ESC" zum abbrechen.